Die Aufbahrung für einen direkten Abschied

Wie die Thanatopraxie bei einer Aufbahrung hilft

AufbahrungThanatopraxie wird seit Tausenden von Jahren durchgeführt z. B. im alten Ägypten, wo die Verstorbenen einbalsamiert und entsprechend hergerichtet wurden für ihren letzten Weg. Sie umfasst alle Tätigkeiten, die nötig sind, um Verstorbene hygienisch und dabei doch ästhetisch aufzubahren. Die Abschiednahme kann so völlig barrierefrei und im direkten Kontakt erfolgen - auch noch Tage nach dem Tod. Bei einer Überführung in ein anderes Land wird eine Einbalsamierung vorgenommen, um den fortschreitenden Zersetzungsprozess aufzuhalten. In den USA bspw. wird die Mehrzahl der Verstorbenen einbalsamiert, da hier Aufbahrungen verbreiteter sind als bei uns in Deutschland. Auch für das optische Wiederherstellen, etwa nach einem Unfall, wird diese Kunstfertigkeit benötigt. Möchte ein Angehöriger zur Erinnerung eine Totenmaske haben, stellt diese auch ein Thanatopraktiker her.

Ein Verabschieden und der direkte Kontakt sind sehr wichtig und waren früher Gang und Gebe. Der Verstorbene wurde zu Hause aufgebahrt und einige Tage kamen Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte für den letzten Abschied vorbei. Jeder nahm dabei einen letzten Eindruck in seine Erinnerungen auf. Um den Tod zu begreifen und überhaupt einen Trauerprozess beginnen zu können, geschweige denn die Trauer über den Verlust richtig verarbeiten zu können, ist es unerlässlich, wieder anders mit dem Thema Tod und Sterben umzugehen.

Für einige Angehörige ist es dabei nicht selten eine Erleichterung zu sehen, wie entspannt die Gesichtszüge nach eine lange andauernden Krankheit bei ihrem verschiedenen Familienmitglied sind. Sie können den Tod dann besser akzeptieren.

Zum Seitenanfang